MSD LogoÜber MSD
Die wichtigsten Infos Werden Sie aktivBehandlungTipps & Service

Funktionsstörung der Nieren und diabetische Nephropathie

Ein zu hoher Blutdruck kann die Funktion der Nieren verschlechtern. Zu Beginn der Erkrankung entstehen keine Symptome, so dass nur Labortests Hinweise auf mögliche Schäden an den Nieren liefern. Hypertoniker mit der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sind dabei besonders häufig betroffen. Auf der anderen Seite spielen die Nieren aber auch eine wichtige Rolle bei der Regulation des Blutdrucks.

Die Nieren filtern aus dem Blut Abbauprodukte des Stoffwechsels und konzentrieren sie zur Ausscheidung im Urin. Hierzu sind sie sehr stark von kleinsten Gefäßen durchblutet, die sie für ihre Filterfunktion benötigen. Doch gerade diese Blutgefäße sind für Schäden durch zu hohen Blutdruck anfällig.

Bluthochdruck als wichtige Ursache

Nierenschaden
Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck kann die Nieren schädigen und ist nach der Zuckerkrankheit einer der Hauptrisikofaktoren, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert. Die Symptome der abnehmenden Nierenfunktion entwickeln sich nur langsam. Im Anfangsstadium verläuft die Erkrankung ohne spürbare Beschwerden; dass die Nierenfunktion gestört ist, kann nur vom Arzt mit Hilfe von Labortests nachgewiesen werden.

Dazu wird beispielsweise der Urin mit chemischen Tests untersucht, die auf bestimmte Inhaltsstoffe des Urins eine Farbreaktion zeigen. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Vorkommen eines bestimmten Bluteiweißes, des Albumins: der Nachweis kleiner Mengen Albumin im Urin kann ein frühes Zeichen für eine Nierenschädigung sein. Hat der Arzt im Urin dieses Protein nachgewiesen und andere Ursachen (z.B. starke körperliche Belastung bei Sportlern) ausgeschlossen, spricht dies für einen Nierenschaden, der von Medizinern als Nephropathie bezeichnet wird.

Bleibt die Ursache der Nephropathie unbehandelt, kann sich die Nierenfunktionsstörung weiter entwickeln zum chronischen Nierenversagen (medizinisch Niereninsuffizienz). Die Betroffenen fühlen sich zunehmend erschöpft und müde. Sie verlieren Körpergewicht und leiden an funktionellen Störungen, etwa Nerven- und Muskelsymptomen durch die giftigen Stoffwechselprodukte, die sich ansammeln. Am Ende dieser Entwicklung steht das endgültige Nierenversagen, der Patient benötigt eine Spenderniere oder muss mehrmals pro Woche zur Blutwäsche (Dialyse).

Zuckerkrankheit: häufigster Grund für Nierenschäden

Zuckerpyramide
Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der der Blutzuckerspiegel zu hoch ist, da der Körper den mit der Nahrung aufgenommen Zucker nicht richtig verwerten kann. Das wirkt sich auf die Nieren besonders negativ aus. Diese als diabetische Nephropathie bezeichnete Schädigung der Nieren ist die häufigste Ursache für ein endgültiges Nierenversagen, weshalb die Nierenfunktion bei Diabetikern besonders überwacht werden sollte.

Noch größer wird die Gefahr für die Nieren, wenn Diabetes und Bluthochdruck zusammen kommen. Deshalb sollte die Nierenfunktion bei Diabetikern mit zu hohem Blutdruck ganz besonders sorgsam überwacht werden.

Strenge Blutdruck-Zielwerte bei bestehendem Nierenschaden oder Diabetes mellitus

Blutdruck-Zielwerte
Haben die Nieren – entweder durch Bluthochdruck, einen Diabetes mellitus oder durch beides – bereits Schaden genommen, werden die Zielwerte für den Blutdruck von der Deutschen Hochdruckliga e.V. strenger definiert: für Patienten mit einem bereits bestehenden Nierenschaden liegen die oberen Grenzwerte für den systolischen Wert bei 130mmHg (statt 140 mmHg) und für den diastolischen Wert bei 80 mmHg (statt 90 mmHg).

Gleiches gilt für Patienten mit Diabetes mellitus, da Menschen mit der Zuckerkrankheit besonders anfällig für Nierenschäden sind: auch hier empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga e.V. diese niedrigeren Blutdruck-Zielwerte, d.h. systolischer Grenzwert bei 130mmHg (statt 140 mmHg) und diastolischer Grenzwert bei 80 mmHg (statt 90 mmHg).

Was können Sie selbst tun?

Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Nierenschadens, den man jedoch selbst positiv beeinflussen kann. Was Sie selbst für einen gesunden Lebensstil tun können, der der Entstehung eines Bluthochdruckes entgegen wirkt oder einen bereits diagnostizierten Bluthochdruck günstig beeinflusst, lesen Sie im
Kapitel "Werden Sie aktiv"
Infobroschüre
Broschüre "Das Wichtigste über Bluthochdruck und seine Folgen". Jetzt kostenlos herunterladen !mehr
News
Aktuelle Informationen rund um das Thema Bluthochdruck.mehr
Link-Tipps
Hier finden Sie Links wichtiger Organisationen mit Informationen auch für Patientenmehr
Drucken Weiterleiten top
MSD Deutschland Impressum DatenschutzMerck & Co Inc.