Hochdruck einfach weglachenLachen ist die beste Medizin, heißt es, und bei der Hypertonie scheint da sogar etwas dran zu sein. Lach-Yoga senkt nicht nur die Spiegel des Stresshormons Kortisol, sondern auch den Blutdruck, und dies in einem Ausmaß, das durchaus klinisch relevant erscheint.Lach-Yoga bedeutet letztlich zu lernen, ohne jeden Anlass in herzhaftes Gelächter auszubrechen, und dies unter Zuhilfenahme spezieller, aus dem Yoga stammender Atemtechniken – Lachen als Sport sozusagen. Dabei soll Herz und Hirn mehr Sauerstoff zugeführt werden, erklärt Madan Kataria aus Bombay, Arzt, Erfinder von Lach-Yoga und Gründer der Lach-Yoga-Schule.
Dass dies positive gesundheitliche Auswirkungen hat, sollte eine kontrollierte Studie mit 200 Teilnehmern nachweisen. Rekrutiert wurden indische Mitarbeiter der IT-Branche, die einem besonders stressigen Job nachgehen. Die eine Gruppe nahm in drei Wochen an sieben Lachsitzungen von je 20 bis 30 Minuten teil. Dabei sollten die Probanden für 45 bis 60 Sekunden herzhaft lachen, dann tief atmen und sich dehnen.
Bei Ende der Behandlungsphase war der Blutdruck in dieser Gruppe um durchschnittlich 6/4 mmHg signifikant gesunken, während er sich in der Kontrollgruppe (die keine Lachsitzungen besuchten) nicht wesentlich verändert hatte. Dieser Abfall kann zwar mit dem unter einem wirksamen Antihypertensivum nicht mithalten, ist aber durchaus geeignet, das kardiovaskuläre Risiko zu senken. Parallel dazu hatte der Kortisolspiegel deutlich abgenommen.
Entscheidend sei, dass das Lachen tief aus dem Bauch komme und nicht nur wie üblich einige Sekunden dauere, sondern mindestens eine halbe Minute, sagt Kataria. Literatur:
Madan Kataria . The effects of hearty extended unconditional (HEU) laughter using laughter yoga techniques on physiological, psychological, and immunological parameters in the workplace: a randomized control trial. Vortrag bei der Jahrestagung der American Society for Hypertension, New Orleans, 14. bis 17. Mai 2008.
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