Nutzen von Medikamenten
Blutdrucksenkende Medikamente – medizinisch Antihypertensiva – sollen natürlich in erster Linie das tun, was ihr Name sagt: den Blutdruck senken. Vor allem moderne Wirkstoffe haben daneben noch weitere positive Wirkungen, die man sich in der Behandlung zunutze machen kann.
Den erhöhten Blutdruck auf normale Werte zu senken, ist wichtigstes Ziel der Behandlung. Denn es steht zweifelsfrei fest, dass viele Komplikationen vom Schlaganfall über den Nierenschaden bis hin zum Herzinfarkt durch eine Senkung erhöhter Blutdruckwerte verhindert werden können. Das hierbei auch eine medikamentöse Behandlung in der Lage ist, das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt zu senken und das Leben von Menschen auch zu verlängern, ist durch eine Vielzahl von Studien belegt.
So sinkt das Risiko unter Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten
| Sterberisiko allgemein | Minus 14 Prozent |
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| Sterberisiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Minus 21 Prozent |
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| Schlaganfallrisiko | Minus 42 Prozent |
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| Herzinfarktrisiko | Minus 14 Prozent |
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Daneben haben manche Wirkstoffklassen zusätzlich zur Blutdrucksenkung weitere Effekte (z.B. eine Wirksamkeit bei Herzschwäche oder bei diabetesbedingten Nierenschäden), die es dem Arzt ermöglichen, für den einzelnen Patienten eine individuelle, seinem Risikoprofil angepasste Behandlung maß zu schneidern.
Auf welchem Weg die hier genannten Medikamentengruppen auf den Blutdruck wirken, erfahren Sie in
Auswahl der Antihypertensiva
Blutdrucksenkende Medikamente können nur vom Arzt verordnet werden. Um die Blutdruckzielwerte für einen Patienten zu erreichen, muss er nicht selten mehrere Wirkstoffe kombinieren. Dabei achtet der Arzt darauf, dass sich die einzelnen Medikamente in ihrer Wirkung sinnvoll ergänzen, dass sie möglichst wenige Nebenwirkungen verursachen und dass der Patient nicht mehr Tabletten schlucken muss als unbedingt nötig. Letzteres kann zum Beispiel erreicht werden, indem man Wirkstoffe mit 24-Stunden-Wirkung wählt und/oder Medikamente, in denen zwei Wirkstoffe kombiniert wurden.
Zusammenarbeit von Arzt und Patient
Wenn Ihr Arzt Ihnen die Einnahme von Medikamenten empfiehlt, ist es wichtig, dass Sie die Empfehlungen Ihres Arztes auch dann konsequent umsetzen, wenn Ihr Bluthochdruck keine Beschwerden macht. Ihr Arzt weiß um diese Problematik und wird schon deshalb Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen, die Ihre Lebensqualität möglichst nicht beeinträchtigen.