Angriffsorte von Medikamenten
Der Körper verfügt über eine ganze Reihe von "Stellschrauben", um den Blutdruck stets den aktuellen Erfordernissen anzupassen. Aus dem Verständnis dieses Regelsystems heraus wurden verschiedene Klassen von blutdrucksenkenden Medikamenten entwickelt, mit denen sich die Behandlung ganz individuell anpassen lässt.
Unser Körper reguliert den Blutdruck in Abhängigkeit von den aktuellen Bedingungen. Will man zum Beispiel körperliche Arbeit verrichten, benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff und Nährstoffe. Um diesen Bedarf zu decken, steigert der Körper den Blutdruck und den Herzschlag. Umgekehrt sinken Blutdruck und Herzschlag, wenn man ruht oder schläft und der Sauer- und Nährstoffbedarf der Muskeln wieder abnimmt.
Um einen Einblick zu bekommen, auf welche Weise die verschiedenen Arzneimittel den Blutdruck senken, ist ein kurzer Abstecher in das Thema Blutdruckregulation nötig, denn an ihr setzen die verschiedenen Medikamente an.
Auf welchem Weg lässt unser Körper den Blutdruck steigen?
Wie die einzelnen Medikamentengruppen nun auf den Blutdruck wirken, erfahren Sie im
* Zusätzlich zu den oben genannten gibt es noch vier weitere Medikamentengruppen: Alpha 1-Blocker, zentral wirkende Antisympathotonika, Aldosteronantagonisten und einen Renin-Inhibitor, letzterer als neueste Substanzklasse unter den Antihypertensiva. Da der Stellenwert dieser Medikamentengruppen laut Leitlinie der Deutschen Hochdruckliga e.V. (Stand 1. Juni 2008) auf Grund einer zu niedrigen Anzahl an geeigneten Studien zur Zeit nicht eindeutig definiert werden kann, wird hier auf diese Medikamentengruppen nicht eingegangen. Das schließt jedoch nicht aus, dass eine oder mehrere dieser Medikamentengruppen für einen individuellen Patienten zur Therapie geeignet ist.