Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Die Häufigkeit von Übergewicht nimmt in Deutschland seit vielen Jahren zu. Mittlerweile sind schon knapp 60% der erwachsenen Männer und 40% der erwachsenen Frauen übergewichtig. Diese Entwicklung ist aus vielen Gründen bedenklich, darunter auch dieser: zu viele Pfunde sind ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Bluthochdruck.

Waage
Bluthochdruck ist eng mit Übergewicht vergesellschaftet. Jm Fettgewebe werden Botenstoffe gebildet, die den Blutdruck steigern können. Jeder Zweite Hochdruckkranke ist übergewichtig, jeder zweite Übergewichtige hat eine Hypertonie. Zugleich kann Übergewicht zu Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen führen, welche ihrerseits zu den Risikofaktoren für Arteriosklerose zählen und so die schädliche Wirkung des Bluthochdrucks an den Arterien weiter verstärken. Informationen zum Thema Arteriosklerose und Risikofaktoren finden Sie in
Kapitel "Hochdruckfolge Arteriosklerose"
Kapitel "Risikofaktoren für Arteriosklerose"
Bei Bluthochdruck Übergewicht abzubauen wirkt daher doppelt positiv: die Gewichtsabnahme hilft einerseits, den Blutdruck selbst zu senken und wirkt gleichzeitig anderen Risikofaktoren entgegen.

Sind Sie übergewichtig?

Der Body Mass Index – kurz BMI - errechnet sich nach folgender Formel aus Gewicht in Kilogramm und Körpergröße in Metern:

BMI = Körpergewicht in kg/ Körpergröße in m2

Wichtig bei der Formel: zuerst muss die Körpergröße ins Quadrat gesetzt werden. Dann wird das Körpergewicht in kg hierdurch geteilt.

Zur Erläuterung der Formel ein Beispiel:
Sie wiegen 75 kg und sind 1,65 m groß. Ihr BMI errechnet sich dann wie folgt

BMI = 75 / (1,65 x 1,65)

d.h.

BMI = 75 kg/ 2,7225

BMI = 27,5

In diesem Fall hätten Sie also einen BMI von 27,5 und es besteht bereits Übergewicht.
KlassifikationBMI
 
Untergewicht< 18,5
Normalgewicht18,5 - 24,9
Übergewicht25 - 29,9
Starkes Übergewicht, Fettsucht, (Adipositas)30 - 39,9
Krankhaftes Übergewicht, extreme Fettsucht> 40
Der BMI zur Beurteilung des Gewichtes hat allerdings auch seine Grenzen, da er z.B. die Körperzusammensetzung nicht berücksichtigt. Ein Bodybuilder, der kaum Fett am Körper trägt, kann einen BMI haben, der ihn als fettleibig ausweist, da Muskeln mehr wiegen als Fettgewebe. Außerdem muss bei der Interpretation des BMI auch das Alter und das Geschlecht einer Person berücksichtigt werden.

Gefährliches Bauchfett

Bauchumfang
Zudem weiß man heute, dass es nicht nur darauf ankommt, wie viele überschüssige Pfunde ein Mensch mit sich herumträgt, sondern auch wie sie sich verteilen. Fettgewebe im Bauchraum (die sogenannte „abdominale Adipositas“) steigert das Herz-Kreislauf-Risiko mehr als Speck an den Hüften oder Oberschenkeln.
Ein einfaches Maß zur Beurteilung des Bauchfettdepots ist der Taillenumfang. Man braucht nicht mehr als ein Maßband, das man zwischen Hüft- und Rippenknochen um die Taille legt (Bauch nicht einziehen!). Bei Frauen gilt ein Wert über 88 Zentimeter als sehr bedenklich, bei Männern über 102 Zentimeter. Das Risiko für Herz und Kreislauf steigt aber schon früher: ab 80 Zentimetern bei Frauen, ab 94 Zentimetern bei Männern.
Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-KomplikationenMänner Taillenumfang (cm)Frauen Taillenumfang (cm)
 
Erhöht> 94 cm> 80 cm
Deutlich erhöht> 102 cm> 88 cm
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