Und wie steht es um das oft beschworene „französische Paradox“, den Befund, dass Menschen, die regelmäßig (Rot) Wein trinken, seltener Herzinfarkte bekommen? Das ist ein Beispiel dafür, dass maßvoller Alkoholkonsum durchaus günstige Effekte auf Herz und Kreislauf haben kann. „Maßvoll“ bedeutet jedoch: maximal 10 - 20 g Alkohol am Tag für Frauen, für Männer maximal 20 – 30 g Gramm, wobei 20 g Alkohol ungefähr 0,5 l Bier oder 0,2 l Wein entsprechen.
Rauchen kann zwar zur Blutdruckerhöhung beitragen, der Effekt ist aber nicht sehr stark. Dennoch sollten Hochdruckkranke auf Nikotin verzichten, denn Rauchen ist einer der wichtigsten und stärksten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen überhaupt. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. hält den Verzicht auf das Rauchen sogar für die wichtigste Einzelmaßnahme, um das Herz-Kreislauf-Risiko zu verringern.
Der Rauchverzicht fällt fast allen Rauchern sehr schwer. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Ärzte, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse zur Rauchentwöhnung an.