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Den Blutdruck selbst messen

Um den Behandlungserfolg zu kontrollieren, sollten Hochdruckkranke ihren Blutdruck regelmäßig selbst messen und die Werte protokollieren. Welche Messgeräte dazu geeignet sind, prüft die Deutsche Hochdruckliga e. V. regelmäßig und verleiht dann ein Prüfsiegel, an dem man sich beim Kauf des Messgeräts orientieren kann.

Blutdruck selbst messen
Um zu kontrollieren, wie sich die Blutdruckwerte entwickeln und wie die Behandlung anschlägt, sind regelmäßige Messungen - zu Anfang der Behandlung auch zu verschiedenen Tageszeiten, insgesamt jedoch nicht öfter als drei- bis viermal pro Tag - wichtig. Langfristig messen Sie Ihre Werte am besten zur gleichen Tageszeit und tragen die Ergebnisse in einen Blutdruckpass ein, den Sie beispielsweise bei ihrem Hausarzt erhalten können. Achten Sie darauf, auch vor der Tabletteneinnahme zu messen. Dann kann der Arzt feststellen, ob die Medikamente den Blutdruck zuverlässig über 24 Stunden senken oder ob eine weitere Dosis erforderlich ist.

Beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes sollten Sie darauf achten, dass das Gerät die CE-Kennzeichnung (Confirmity Europe) trägt und von der Hochdruckliga mit dem Prüfsiegel zertifiziert ist. Dann können Sie sicher sein, dass es die Anforderungen erfüllt, um eine bestmögliche Qualität und Messgenauigkeit zu bieten. Auf der Internet-Seite der Hochdruckliga finden Sie eine Liste der bisher geprüften und zertifizierten Messgeräte.

Messung am Oberarm oder Handgelenk

Messung
Für die Selbstmessung am besten geeignet sind Geräte, die den Blutdruck automatisch-elektronisch messen, vorzugsweise am Oberarm. Auch Handgelenk-Messgeräte eignen sich zur Selbstkontrolle, Zeigefinger-Messgeräte liefern dagegen weniger zuverlässige Werte.

Der richtige Umgang mit den Messgeräten ist für die zuverlässige Ermittlung Ihrer Blutdruckwerte entscheidend. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf folgende wichtige Voraussetzungen achten und sich entsprechend beraten lassen:
Bequemes Anlegen und richtiger Sitz der Manschette
Passform der Manschette: weder zu eng noch zu lose, richtige Breite (bei sehr dicken oder sehr dünnen Armen liefern Manschetten in Standardbreite falsche Messwerte)
Gute Ablesbarkeit der Anzeige
Einfache Handhabung des Deckels zum Batteriefach und einfaches Einlegen der Batterie

Messfehler vermeiden!

Messfehler vermeiden
Vor der Messung sollten Sie sich zunächst einige Minuten ruhig hinsetzen. Während der Messung sollten Sie weder stehen noch reden. Die Manschette muss so angelegt werden, dass sie auf Höhe des Herzens sitzt und weder zu eng noch zu locker. Wenn Sie ein Handgelenk-Messgerät verwenden, halten sie die Hand zum Messen in Herzhöhe.

Falsche Blutdruckwerte entstehen außerdem, wenn
die Manschette über der Kleidung angelegt ist
das Mikrophon der Manschette falsch am Arm platziert ist
die Manschette zu wenig aufgepumpt ist
die Luft zu schnell abgelassen wird
bei Geräten mit Druckvorwahl nachgepumpt wird
Um Messfehler zu vermeiden, sollten Sie sich beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes deshalb auch immer fachkundig in dessen Bedienung einweisen lassen.
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